Auftragsabwicklung Software: ein Pool für alle Aufträge

Montagmorgen. Im Shopware-Shop sind übers Wochenende 140 Bestellungen eingegangen, auf Amazon.de noch einmal 60, und ein Großhandelskunde hat per E-Mail eine Palette bestellt. Jemand druckt alles aus, sortiert auf dem Tisch und entscheidet nach Gefühl, was zuerst rausgeht. Bis Mittag stellt sich heraus, dass ein Artikel zweimal verkauft wurde. (Die Zahlen sind zur Veranschaulichung gewählt.)

Auftragsabwicklung Software ersetzt diesen Tisch. Alle Aufträge landen in einem Pool, egal woher sie kommen. Das System prüft, ob die Ware da ist, teilt den Auftrag dem richtigen Lager zu und gibt ihn zur Kommissionierung frei. Danach meldet es den Status an jeden Kanal zurück.

Diese Seite ist für Händler, Großhändler und Hersteller, die über mehr als einen Kanal verkaufen. Wenn Sie nur einen Shop haben und Ihr Shopsystem die Aufträge gut genug verwaltet, reicht Ihnen vermutlich die Lagersoftware allein.

Der Auftragsabwicklung Prozess in fünf Schritten

Die Prozesskette der Auftragsabwicklung hat fünf Glieder, vom Eingang bis zur Rückmeldung.

1. Eingang. Aufträge kommen aus dem eigenen Onlineshop, von Marktplätzen, aus dem B2B-Portal oder per EDI vom Handelspartner. Alles landet im selben Pool.

2. Verfügbarkeit prüfen. Das System gleicht jeden Auftrag mit dem tatsächlich verfügbaren Bestand ab, also ohne das, was schon reserviert oder gesperrt ist.

3. Zuteilen. Bei mehreren Lagern legen Regeln fest, welches Lager einen Auftrag ausliefert. Die Regeln richten Sie bei der Einführung nach Ihren Abläufen ein.

4. Freigeben. Aufträge lassen sich sperren, ganz oder teilweise freigeben. Zum Beispiel, wenn bei Vorkasse die Zahlung noch fehlt, wenn ein B2B-Kunde nur Komplettlieferungen annimmt oder wenn Sie einen Auftrag bewusst bis zum Eintreffen der Nachlieferung zurückhalten (eine Backorder).

5. Rückmelden. Sobald der Auftrag gepackt und versendet ist, gehen Sendungsnummer und Status zurück an den Kanal, und der Bestand wird überall angepasst.

FIGUR 1Ein Pool für alle Kanäle

Seitlich wischen, um die ganze Abbildung zu sehen.

Eigener OnlineshopAmazon.deOtto / KauflandB2B-PortalEDI-KundeAUFTRAGSPOOLverfügbar?welches Lager?freigegeben?Bestand und Versandstatus

Multichannel ohne doppelt verkaufte Ware

Das größte Risiko im Mehrkanalhandel ist nicht, zu wenig zu verkaufen, sondern zu verkaufen, was nicht mehr da ist. Jede Stornierung auf einem Marktplatz kostet Bewertung und Sichtbarkeit.

Eine Multichannel Software hilft hier nur, wenn sie zwei Dinge kann: Sie muss den echten, verfügbaren Bestand kennen, und sie muss Reservierungen an alle Kanäle weitergeben. Darum gehören Auftragsabwicklung und Lagerverwaltungssoftware bei BizBloqs zusammen. Im Auftragsmanagement von BizBloqs legen Sie außerdem die Verfügbarkeit je Verkaufskanal und einen Sicherheitsbestand je Kanal fest. So verkaufen Sie nie mehr, als Sie haben. Warum es klug ist, online weniger anzubieten, als im Regal liegt, lesen Sie in Verkaufen Sie weniger, als Sie haben.

Angebunden werden Onlineshops wie Shopify, Shopware, Magento, WooCommerce und PrestaShop direkt (mehr zur E-Commerce Logistik) und Marktplätze wie Amazon.de, Otto, Kaufland und eBay über ChannelEngine oder Channable (mehr zur Anbindung an Marktplätze).

B2B: das Portal für Ihre Geschäftskunden

Viele Großhändler bekommen ihre Aufträge noch per E-Mail, Telefon oder Fax. Jemand tippt sie ab, mit allen Fehlern, die dabei entstehen. Über das B2B-Portal geben Ihre Geschäftskunden ihre Aufträge selbst ein, und die landen direkt im Pool. Größere Handelspartner, etwa im Lebensmittel- oder Baumarkthandel, schicken Aufträge per EDI; auch die laufen in denselben Pool.

Auftragsabwicklung Software für Onlinehandel, Großhandel und Produktion

Onlinehandel. Mehrere Shops, mehrere Marktplätze, ein Lager oder ein Fulfillment-Partner. Der Bestand muss überall stimmen.

Großhandel. Geschäftskunden mit eigenen Lieferbedingungen, Teillieferungen und Rückständen. Aufträge kommen über viele Wege.

Produktion. Aufträge für Sets oder zusammengebaute Artikel. Mit Stücklisten und Kitting wird aus Einzelteilen ein verkaufsfertiger Artikel, und der Bestand der Teile wird angepasst.

Logistikdienstleister. Aufträge mehrerer Auftraggeber in einem System, sauber getrennt, mit Abrechnung je Auftraggeber. Mehr unter 3PL-Software.

Auftragsabwicklung, Order Management, ERP: wer macht was?

Die Begriffe gehen oft durcheinander. Kurz gesagt: Das ERP schreibt Rechnungen, bucht und kauft ein. Die Auftragsabwicklung sorgt dafür, dass der Auftrag aus dem richtigen Lager zur richtigen Zeit vollständig rausgeht. Wer tiefer in die Systemfrage einsteigen will, liest unseren Beitrag zum Order Management System.

Zwei Fragen zu Ihrem eigenen Betrieb

Wie viele Aufträge mussten Sie im letzten Quartal stornieren, weil die Ware in einem anderen Kanal schon verkauft war?

Wie viele Aufträge werden bei Ihnen heute noch von Hand abgetippt?

Was macht Auftragsabwicklung Software?
Sie sammelt Aufträge aus allen Kanälen, prüft, ob die Ware verfügbar ist, teilt sie dem richtigen Lager zu und gibt sie zur Kommissionierung frei. Danach meldet sie den Versandstatus an den Kanal zurück.
Ersetzt das mein ERP?
Nein. Rechnungen an Ihre Kunden, Buchhaltung und Einkauf bleiben im ERP. Die Auftragsabwicklung sorgt dafür, dass Aufträge richtig und rechtzeitig im Lager ankommen und dass alle Kanäle denselben Bestand sehen.
Welche Kanäle lassen sich anbinden?
Onlineshops wie Shopify, Shopware, Magento, WooCommerce und PrestaShop direkt, Marktplätze wie Amazon.de, Otto, Kaufland oder eBay über ChannelEngine oder Channable, dazu B2B-Kunden über das Portal oder per EDI.
Kann ich Aufträge zurückhalten?
Ja. Aufträge lassen sich sperren, freigeben oder teilweise freigeben, etwa wenn eine Zahlung fehlt oder ein Kunde nur vollständige Lieferungen will.
Ist Auftragsabwicklung Software dasselbe wie Auftragsmanagement Software?
Im Alltag meinen beide dasselbe: Software, die Aufträge aus allen Kanälen sammelt, prüft, zuteilt und freigibt.

Bereit, BizBloqs an Ihrem eigenen Prozess zu sehen?

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