KTC: Lagerverwaltung im Lebensmittelgroßhandel ohne Papier

KTC ist ein familiengeführtes, internationales Lebensmittelunternehmen aus Wednesbury in Großbritannien. Es stellt Speiseöle, Konserven, Nahrungsergänzungsmittel, Reis und Pasta her und vertreibt sie als Lebensmittelgroßhändler an die Lebensmittelindustrie und den Handel. Allein bei Speiseöl liefert KTC nach eigenen Angaben jährlich über 250 Millionen Liter.

Dieses Praxisbeispiel zeigt, wie ein Hersteller im Lebensmittelgroßhandel sein Lager von Papier auf ein Lagerverwaltungssystem umstellt, ohne alles auf einmal zu ändern.

Ausgangslage: alles auf Papier

Die Arbeit im Lager lief über Papiere und Belege. Das kostete viel Handarbeit, und viele Schritte wurden doppelt gemacht: einmal im Lager, einmal am Schreibtisch. Dadurch wurde es immer schwerer, den Bestand genau zu kennen, und in den Momenten, in denen Entscheidungen fielen, fehlte der Überblick.

Die Lösung: Lagerverwaltungssystem für den Lebensmittelgroßhandel, Schritt für Schritt

KTC hat sich gegen eine Umstellung in einem Zug entschieden und das Lagerverwaltungssystem in Phasen eingeführt:

  1. Etiketten aus der Produktion. Zuerst wurden die Produktionsetiketten digital: Jede Palette bekommt in der Produktion ein eigenes Palettenetikett, das danach im Lager gescannt wird.
  2. Palettenkommissionierung und Kartonkommissionierung per Scanner. Danach kam die Kommissionierung: ganze Paletten und kleinere Mengen, beide per Scanner.
  3. Einkauf und Wareneingang. Der Wareneingang läuft mit Scanner und Drucker, für eigene Produkte ebenso wie für zugekaufte Handelsware.
  4. Auftragsabwicklung. Zuletzt die Aufträge selbst. Mehr zur Auftragsmanagement Software.

Das Lager ist mit Access verbunden, dem ERP von KTC.

FIGUR 1Schritt für Schritt vom Papier zum Scanner

Seitlich wischen, um die ganze Abbildung zu sehen.

1 Etiketten ausder Produktion2Kommissionierung:Palette undKarton3 Einkauf undWareneingang4Auftragsabwicklungverbunden mit dem ERP Access

Über 30.000 Palettenstellplätze an mehreren Standorten

Laut Fallstudie verwaltet KTC über 30.000 Palettenstellplätze an mehreren Standorten. Die Anbindung aller Standorte ist in der Endphase.

Was andere Lebensmittelbetriebe daraus lernen können

  • Mit dem Schritt anfangen, der am meisten Papier erzeugt. Bei KTC waren es die Etiketten aus der Produktion.
  • Paletten und Kartons getrennt denken. Palettenkommissionierung und Kartonkommissionierung brauchen unterschiedliche Abläufe, aber denselben Bestand.
  • Eigene Ware und Handelsware gleich behandeln. Beide kommen über denselben Wareneingang.

Mehr zur Lebensmittellogistik und zur Produktionslogistik. Für Paletten an Handelskunden: SSCC. Weitere Fallstudien: Kundenreferenzen. Mehr zur Lebensmittel Großhandel Software in unserem Whitepaper.

Zwei Fragen zu Ihrem eigenen Betrieb

Welcher Schritt in Ihrem Lager erzeugt heute das meiste Papier?

Wie viele Ihrer Palettenstellplätze kennt Ihr System mit Inhalt?

Womit hat KTC angefangen?
Mit den Etiketten aus der Produktion. Danach folgten Kommissionierung, Einkauf und Auftragsabwicklung, Schritt für Schritt.
Welche Kommissionierarten nutzt KTC?
Palettenkommissionierung für ganze Paletten und Kartonkommissionierung für kleinere Mengen, beide per Scanner.
Mit welchem ERP ist das Lager verbunden?
Mit Access, dem ERP von KTC.
Wie stellt ein Lebensmittelgroßhandel sein Lager von Papier auf Scanner um?
Bei KTC in vier Schritten: zuerst Produktionsetiketten und Palettenetikett, dann Palettenkommissionierung und Kartonkommissionierung, dann Einkauf und Wareneingang, zuletzt die Auftragsabwicklung.

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