co2-emissionen in der logistik senken: weniger wege, papier und fehler im lager

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Willem ten Asbroek · Veröffentlicht · 10:00

Willem ten Asbroek, CEO von BizBloqs · 2. April 2025

Nachhaltigkeit ist kein Trend mehr, sondern eine strategische Notwendigkeit. Kunden achten darauf, und die EU verlangt mit der CSRD mehr Offenheit. Dieser Beitrag zeigt, wo im Lager CO2-Emissionen entstehen und wie Sie den CO2-Fußabdruck in der Logistik mit genauem Bestand, kurzen Wegen, papierlosen Abläufen und weniger Fehlern senken.

Warum die nachhaltige Lieferkette zur Pflicht wird

Druck von Kunden und Gesetzgeber

Immer mehr Kunden kaufen lieber bei Unternehmen, die auf Nachhaltigkeit achten. Dazu kommt die Regulierung: Die EU-Richtlinie zur Nachhaltigkeitsberichterstattung (Corporate Sustainability Reporting Directive, kurz CSRD) verlangt, dass Unternehmen offenlegen, wie sie mit Umweltthemen umgehen. Wer unter die CSRD Berichtspflicht fällt, braucht verlässliche Zahlen aus dem Betrieb. Auch ESG-Kriterien (Umwelt, Soziales, Unternehmensführung) spielen bei Kunden, Banken und Investoren eine immer größere Rolle.

Für diese Offenheit braucht es eine Grundlage: Daten in Echtzeit und Kontrolle über die Abläufe. Genau das liefert ein Lagerverwaltungssystem. Wie Genauigkeit im Lager und Nachhaltige Logistik zusammenhängen, lesen Sie auch in einem eigenen Beitrag.

Wo klassische Lager Ressourcen verschwenden

Im Lager ohne System gehen an vielen Stellen Energie und Material verloren:

  • hoher Energieverbrauch für Licht, Heizung und Geräte
  • zu viel Bestand, der veraltet, verdirbt oder abgeschrieben wird
  • schlecht genutzte Lagerfläche und lange Wege
  • Abläufe auf Papier, die unnötigen Abfall erzeugen

So senkt ein Lagerverwaltungssystem den CO2-Fußabdruck

Vier Quellen des CO2-Fußabdrucks im Lager und ihre GegenmittelCO2-Emissionen in der Logistik senken: vier Quellen des CO2-Fußabdrucks in Lagerhaltung und Kommissionierung und wie genauer Bestand, kurze Wege, papierlose Abläufe und weniger Retouren sie verkleinernWareneingangVersandÜberbestand undVerderblange LaufwegePapierFehllieferungenund Retourengenauer Bestand inEchtzeitSlotting-Analyse undgeführte WegeMDE-Gerät stattPicklisteScan-Prüfung vor demVersand

Seitlich wischen, um die ganze Abbildung zu sehen.

Abbildung 1 — Vier Quellen des CO2-Fußabdrucks im Lager und ihre Gegenmittel

Genauer Bestand statt Überbestand und Eilsendungen

Ein Lagerverwaltungssystem zeigt den Bestand in Echtzeit. Damit vermeiden Sie zwei teure Fehler. Zu viel Ware, also Überbestand, bindet Geld und Fläche, und ein Teil davon veraltet oder verdirbt, bevor er verkauft wird. Was das finanziell bedeutet, beschreibt unser Beitrag zur Kapitalbindung. Zu wenig Ware führt zu Fehlbeständen und Eilbestellungen, und jede Eilsendung bedeutet zusätzliche Fahrten und Emissionen.

Kürzere Wege durch sinnvolle Lagerplätze

Wo ein Artikel liegt, entscheidet über die Wege im Lager. Mit der Slotting-Analyse von BizBloqs sehen Sie, welche Artikel oft gebraucht werden, und automatische Slotting-Regeln legen sie dorthin, wo sie schnell erreichbar sind. Eine Methode dafür ist die ABC Analyse. Dazu führt das MDE-Gerät den Kommissionierer auf einem sinnvollen Weg durch das Lager. Kürzere Laufwege sparen Zeit, Energie für Stapler und Geräte und machen die Mitarbeiter produktiver.

Weniger Transport, weniger CO2-Emissionen in der Logistik

Der Transport gehört zu den größten Quellen von Treibhausgasen in der Lieferkette. Wer CO2-Emissionen reduzieren will, setzt deshalb auch beim Versand an. Ist das Lagerverwaltungssystem mit den Versanddienstleistern verbunden, lassen sich Ladungen besser planen und bessere Entscheidungen über den Versandweg treffen. Wie Sie mehrere Dienstleister sinnvoll einsetzen, zeigt der Beitrag zum Multi Carrier Versand.

Papierlose Abläufe

Gedruckte Picklisten, Lieferscheine zum Abhaken und Checklisten auf Papier fallen weg. Stattdessen arbeiten die Mitarbeiter mit dem MDE-Gerät, und die Verantwortlichen sehen den Stand auf dem Dashboard. Wie ein Papierloses Lager in der Praxis aussieht, zeigt unsere Kundenreferenz.

Weniger Fehler, weniger Retouren

Jede falsche Lieferung wird zweimal transportiert: einmal zum Kunden und einmal zurück. Wenn jede Entnahme per Scan geprüft wird, kommen weniger Fehllieferungen beim Kunden an. Damit sinkt die Zahl der Retouren, und mit ihr die zusätzlichen Fahrten, die Verpackung und die Nacharbeit. Weitere Ansätze, wie Sie Retouren reduzieren, finden Sie in einem eigenen Beitrag.

Was Ihr Unternehmen davon hat

Effizienz und Nachhaltigkeit gehen zusammen

Wer weniger verschwendet, spart auch Geld. Weniger Fehler, schnellere Auftragsbearbeitung, weniger Abschreibungen auf Ware, niedrigere Energiekosten und geringere Lagerhaltungskosten: Das sind dieselben Hebel, die den CO2-Fußabdruck verkleinern.

Ein besserer Ruf

Unternehmen, die ihre Fortschritte belegen können, gewinnen das Vertrauen ihrer Kunden. Je wichtiger ESG-Kriterien werden, desto mehr zählt es, als verantwortungsvoller Anbieter wahrgenommen zu werden.

Verlässliche Zahlen für die Berichterstattung

Für den Nachhaltigkeitsbericht braucht es Zahlen, die stimmen und sich nachvollziehen lassen. Ein Lagerverwaltungssystem erfasst Bestände, Bewegungen und Retouren lückenlos und digital. Das ersetzt keine Emissionsberechnung, liefert aber verlässliche Ausgangsdaten aus dem Lager, wenn Sie Ihre Nachhaltigkeitsstrategie belegen oder unter die CSRD Berichtspflicht fallen.

Nachhaltigkeitsstrategie: wohin die Technik geht

Künstliche Intelligenz, vernetzte Sensoren (das sogenannte Internet der Dinge, kurz IoT) und Systeme in der Cloud werden in der Logistik mehr Effizienz und Einblick bringen. Vorausschauende Analysen können die Nachfrage schätzen und Bestände planen, Sensoren können Energieverbrauch und Emissionen in Echtzeit messen. Das sind allgemeine Entwicklungen in der Branche, keine Funktionen, die wir hier für BizBloqs beschreiben.

Der Grundsatz bleibt: Je genauer Ihr Lager arbeitet, desto weniger Ressourcen verbraucht es. Nachhaltigkeit beginnt mit Ressourcenschonung im Alltag, nicht mit einem Zertifikat. Wer weiterdenken will, findet Anregungen in unseren Beiträgen zur Kreislaufwirtschaft und zur Abfallvermeidung.

Fazit

Mit einem Lagerverwaltungssystem machen Sie konkrete Schritte: weniger Abfall, weniger Emissionen, bessere Abläufe. Der Weg zu einer nachhaltigen Lieferkette bringt beides, einen ethischen Wert und einen wirtschaftlichen Vorteil. Was weniger Fehler und Nacharbeit in Ihrem Lager wert sind, schätzen Sie mit dem ROI-Rechner ab.

Zwei Fragen zu Ihrem eigenen Lager

  • Wie viel Ware haben Sie im letzten Jahr abgeschrieben, weil sie veraltet oder verdorben war?
  • Wie viele Ihrer Retouren gehen auf Kommissionierfehler zurück, und wie viele Fahrten verursachen sie?

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Häufig gestellte Fragen

Was ist der CO2-Fußabdruck eines Lagers?

Der CO2-Fußabdruck ist die Menge an Treibhausgasen, die durch den Betrieb entsteht. Im Lager kommt sie vor allem aus Energie für Licht, Heizung und Geräte, aus Transporten, aus Verpackung und Papier und aus Ware, die verdirbt oder zurückkommt.

Was ist CSRD?

CSRD steht für Corporate Sustainability Reporting Directive, die EU-Richtlinie zur Nachhaltigkeitsberichterstattung. Sie verlangt von Unternehmen, offen darzulegen, wie sie mit Umweltthemen umgehen. Dafür braucht es verlässliche Daten aus dem Betrieb, auch aus dem Lager.

Was ist eine nachhaltige Lieferkette?

Eine Lieferkette, die mit möglichst wenig Energie, Material und Transport auskommt und dabei nachvollziehbar bleibt. Das Lager trägt dazu bei, indem es nur so viel Bestand hält wie nötig, Wege kurz hält und Fehllieferungen vermeidet.

Wie kann ein Lagerverwaltungssystem CO2-Emissionen reduzieren?

Indirekt, über weniger Verschwendung: genauer Bestand verhindert Überbestand und Eilsendungen, kürzere Laufwege sparen Zeit und Energie, papierlose Abläufe sparen Material, und weniger Kommissionierfehler bedeuten weniger Retouren und weniger zusätzliche Transporte.

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