Willem ten Asbroek, CEO von BizBloqs · 14. August 2024
Zwischen Aussaat und Auslieferung liegen viele Schritte, und fast alle hängen von der Saison ab. Ware ist verderblich, Mengen schwanken stark, und jede Charge muss nachweisbar sein. Dieser Beitrag zeigt, wie ein Lagerverwaltungssystem dem Agrarhandel hilft, Verluste zu senken und Vorschriften einzuhalten.
Warum Lagerlogistik in der Landwirtschaft schwierig ist
Die Agrarlogistik umfasst Anbau, Ernte, Verarbeitung und Verteilung, und jeder Schritt hängt vom vorherigen ab. Zwei Dinge machen es schwer: saisonale Schwankungen bei den Erntemengen und der Bedarf an flexiblen Lagerflächen. Verderbliche Ware muss sorgfältig behandelt und genau eingeplant werden, damit sie beim Kunden in verkaufsfähigem Zustand ankommt.
Dazu kommt die Vielfalt. Saatgut, Obst, Gemüse, Futter oder Betriebsmittel (landwirtschaftlicher Bedarf) stellen jeweils eigene Anforderungen an Lagerung und Transport. Wer diese Erntelogistik im Griff hat, verschwendet weniger, spart Kosten und liefert pünktlich.
Was ein Lagerverwaltungssystem im Agrarhandel leistet
Rückverfolgbarkeit über den ganzen Weg
Das Lagerverwaltungssystem von BizBloqs verfolgt die Ware über die gesamte Kette, vom Wareneingang bis zur Auslieferung. Über die Chargenverwaltung ist jede Partie eindeutig erfasst. So sehen Sie jederzeit, wo welche Charge liegt, ob verderbliche Ware richtig behandelt wird und in welchem Zustand sie das Lager verlässt.
Bestand in Echtzeit statt Überbestand und Engpass
Der Bestand ist in Echtzeit sichtbar. Damit erkennen Sie früh, wo zu viel liegt und wo es knapp wird. In der Landwirtschaft entscheidet der Zeitpunkt darüber, ob Ware noch verkaufsfähig ist. Ein genauer Bestand bringt die Lieferkette ins Gleichgewicht, senkt die Kosten für Überbestand und verhindert Engpässe, bei denen Ware verdirbt oder Verkäufe ausfallen.
Anbindung an das ERP
Über die ERP Anbindung arbeitet das Lager mit denselben Daten wie Einkauf, Verkauf und Buchhaltung. Das verbessert die Abstimmung zwischen den Abteilungen. Sie können schneller auf die Nachfrage reagieren und Abläufe anpassen, ohne dass Daten zwischen Systemen abgetippt werden.
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Lebensmittelsicherheit im Agrarhandel: jede Charge nachweisbar
Nachhaltigkeit und Vorschriften werden in der Landwirtschaft immer wichtiger. Für die Lebensmittelsicherheit zählt vor allem eines: Rückverfolgbarkeit von der Erzeugung bis zum Verbrauch. Wenn jede Charge erfasst ist, sind die Daten bei einem Rückruf oder einer Kontrolle schnell zur Hand. Das senkt das Risiko von Verstößen und schützt den Ruf des Unternehmens.
Für Obst, Gemüse und andere verderbliche Ware gelten in der Frischelogistik dieselben Regeln wie in der Lebensmittellogistik: Die älteste Ware oder die Ware mit dem kürzesten Mindesthaltbarkeitsdatum geht zuerst raus, und nichts bleibt unbemerkt im Regal liegen.
Weniger Verschwendung, weniger Transport
Ein genauer Bestand und weniger Überbestand verkleinern auch den ökologischen Fußabdruck. Was nicht verdirbt, muss nicht entsorgt und nicht ersetzt werden. Gut geplante Auslieferungen vermeiden unnötige Fahrten und damit CO₂. So unterstützt das Lager die Nachhaltigkeitsziele des Unternehmens und hilft gegen Lebensmittelverschwendung.
Trends im Agrarhandel: die Digitalisierung der Landwirtschaft geht weiter
Die weltweite Nachfrage nach Lebensmitteln steigt. Die Branche muss effizienter werden, weniger verschwenden und nachhaltiger arbeiten. Die Digitalisierung der Landwirtschaft bringt dafür viele neue Werkzeuge: Sensoren, Drohnen zur Überwachung von Feldern oder neue Wege, Herkunft nachzuweisen. Sie erhöhen Effizienz und Transparenz und kommen den Erwartungen von Behörden und Verbrauchern an Nachhaltigkeit und Lebensmittelsicherheit entgegen.
Die Grundlage für all das bleibt ein Lager, in dem Bestand, Chargen und Haltbarkeit stimmen. Unternehmen im Agrarhandel, die hier digital arbeiten, sind besser aufgestellt für einen Markt, der sich schnell verändert. Mehr zu den Anforderungen der Branche finden Sie auf der Seite zur Agrarlogistik.
Zwei Fragen zu Ihrem eigenen Lager
- Wie schnell können Sie heute sagen, an welche Kunden eine bestimmte Charge geliefert wurde?
- Wie viel Ware haben Sie in der letzten Saison abgeschrieben, weil sie im Lager zu alt wurde?
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